Künstler*innen

Infos zu den Künstler*innen:

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Maneis Arbab, geb. 1960 in Teheran, ist ein iranischer Künstler. Seit 1982, nach seinem Diplom als Maler, illustriert er Kinder- und Schulbücher und wurde dafür im Iran mehrfach ausgezeichnet. Außerdem arbeitet er als Art Director und Werbegrafiker und produziert Kurzfilme. Er hatte zahlreiche Ausstellungen im Iran, in den USA, Griechenland und Italien. 2009 kam er als politischer Flüchtling nach Deutschland, wo seine Werke (Gemälde, Karikaturen, Skulpturen) seitdem in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten sind. 2014 erhielt er den Kulturförderpreis der Stadt Würzburg.

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Muchtar Al Ghusain, geb. 1963 in Kuwait, Schulzeit und Musikstudium in Würzburg, Kulturmanagementstudium in Hamburg. Nach beruflichen Stationen in Schwäbisch Gmünd und Hannover seit 2006 Kultur-, Schul- und Sportreferent der Stadt Würzburg. Spielt Klavier, Blockflöte und Gitarre. (Foto: Nadja Hussein)

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Lusine Avetisyan, geb. 1977 in Armenien, besuchte sieben Jahre eine Tanzschule. 1994 bis 1999 studierte sie am Pädagogischen Institut, Fakultät Kultur, Abteilung Tanzlehrer und arbeitete von 1997 bis 2014 als Tanzlehrerin.

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Benjamin Brückner ist freier Architektur- und Portraitfotograf aus Würzburg.

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Burkhard Hose geb. 1967 in Hammelburg, ist Hochschulpfarrer der Katholischen Hochschulgemeinde Würzburg. Er ist Mitglied im SprecherInnenrat des „Würzburger Bündnisses für Zivilcourage“ und im „Ombudsrat der Stadt Würzburg gegen Diskriminierung und für Zivilcourage“. 2014 erhielt er den Würzburger Friedenspreis für seinen Einsatz gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung. (Foto: Pat Christ)

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Rashid Jalaei, geb. 1981 im Iran, machte 2001 sein Abitur und spielte von 2001 bis 2010 Schlagzeug in verschiedenen Bands im Untergrund. 2010 bis 2012 studierte er Architektur in Isfahan und begann sich intensiv mit Fotografie zu beschäftigen. Seit 2012 lebt er in Würzburg. Ausstellungsteilnahmen: Kulturherbst Untereisenheim (2012–2015), Kulturmeile Zell am Main (2013), Erste Kunststation Zirndorf (2013), Große Freiheit Nr. 100 (BBK-Galerie, Würzburg 2014), Die Schönheit liegt tief in unserem Herzen (Arthaus im Rathaus, Güntersleben 2014), Illusion und Impression (KHG Würzburg, 2014), Fotomarathon Ansichtssache (Publikumspreis, 2014).

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Johannes Liepold wurde in München geboren und wuchs in Würzburg auf. Nach einem Jazzsaxophonstudium am Würzburger Hermann – Zilcher Konservatorium führte ihn sein Weg in die Niederlanden. Dort schloss er ein weiterführendes Studium mit einen Master in ‚improvisierter Musik‘ ab. Johannes strebt in seinem Spiel nach dynamischen und ausdrucksvollen Improvisationen, die den Zuhörer fesseln und Grenzen der verschiedenen Musikrichtungen aufzulösen scheinen.

S.E.Maraqa

Salah Eddin Maraqa, geb. 1981 in Amman/Jordanien, palästinensisch-jordanischer Musiker. Im Alter von neun Jahren begann er, Qanun zu spielen und war u.a. Schüler des renommierten irakischen Oud-Virtuosen Munir Bashir (1930–1997). 1994 war er Preisträger des Qanun-Wettbewerbs der Third Arab Music Conference an der Oper Kairo, 1995 erhielt er die Al-Hussein Gold Medal for Excellence, überreicht von Ihrer Majestät Königin Noor von Jordanien. Seit 2000 lebt Salah in Deutschland. Er studierte an den Universitäten Münster und Würzburg, promovierte in Ethnomusikologie und arbeitet derzeit am Institut für Musikforschung der Uni Würzburg. Neben Ethnopop und World Music gilt sein Hauptinteresse der Weiterführung eines mehr als 1000 Jahre alten genuin arabischen Musikerbes. Er hat mit zahlreichen außergewöhnlichen Musikern in Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten gespielt und konzertiert regelmäßig mit dem Ensemble Saraband und dem orientalischen Jazzquartett LebiDerya. (www.maraqa.org)

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Ara Avetisyan geb. 1969 in Armenien. Er besuchte von 1981 bis 1985 eine Kunstschule. 1989 spielte er in der Rock Band „Mineral“. Er besuchte das Politechnik-Institut, Fakultät Aviation, und machte seinen Abschluss 1991. 1996 bis 2014 hat er als Tonmeister gearbeitet.

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Mina Aryaee Nejad ist Schauspielerin. Sie stammt aus Teheran und lebt wegen politischer Verfolgung in ihrer Heimat seit 2009 in Würzburg. Mit der Theatergruppe „Die Überlebenden“ spielte sie bereits in vielen Theaterstücken über Flüchtlingserfahrungen. In der Tanztheaterproduktion „Walls Down – die Mauer und das Ei“ tanzt und spielt sie. Außerdem zeigt sie Bilder, die in den drei Jahren, in denen sie in der GU lebte, entstanden sind. Ihre Bilder spiegeln Gefühle in traurigen Situationen farbarm und dunkel und in fröhlichen Momenten knallig und bunt wider.

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Dirk Rumig hat niemals Blockflöte gespielt, flog mit neun Jahren mangels Talent aus dem VHS-Gitarrenunterricht, kann besser Schifahren als Saxophonspielen und will alsbald den Telemarkstil erlernen, mag Poledancing, liebt Champagner zu sabrieren, am Mainufer in der Hängematte zu hängen, zu tanzen und mit dem Bergundtalfahrrad zu fahren, findet berühmte Musiker ganz toll, aber nicht wichtig genug, um sie in seiner eigenen Vita zu erwähnen, pflegt eine innige Freundschaft zum Pianisten Scott Hemingway, spielt am liebsten frei improvisierte Musik, sehr gern auch zu zeitgenössischem Tanz, versteht keinen Spaß, wenn es um Humor geht,

ist total beeindruckt, wenn jemand mit jemandem gespielt hat, den man von irgendwo anders

kennt, ist glücklich über die Flüchtigkeit seines Schaffens, trägt gern eigenartige Klamotten,

isst Melonen sehr laut.

Adel Salameh

Adel Salameh ist ein palästinensischer Oud-Virtuose und Komponist und lebt in Lyon. Seine Konzerttätigkeit führte ihn in über 60 Länder, er hat bislang 11 CDs eingespielt. Er spielt mit traditionellen arabischen Ensembles und Jazzmusikern und komponiert Musik für Theater und Film. Zudem hat er mit dem algerischen Sänger Naziha Azzouz und dem marokkanischen Percussionisten Rhani Krija gearbeitet. Mit dem französischen Cellisten Didier Petit und dem griechischen Lautenisten Dimitris Varelopoulos gründete er das Awda Trio. Er unterrichtet die arabische Oud und arabische Musik in ganz Europa und gibt nahezu monatlich Workshops in unterschiedlichen europäischen Städten. Jährlich organisiert er ein einwöchiges Oud-Camp in der Schweiz. (www.adelsalameh.com)

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Alexandra Schwartz ist Tänzerin, Pädagogin und Aktivistin aus Berufung. Subversives Tanztheater ist für sie ein Weg, den Status Quo in Frage zu stellen. Ihre Ausbildung in zeitgenössischem Tanz, Street Dance und Contact Improvisation absolvierte sie u.a. in Berlin, Paris, Barcelona und Stockholm. 2005 erhielt sie ein Stipendium am Broadway Dance Center in New York City und 2013 bei der Vertigo School of Dance in Jerusalem. Sie studierte Philosophie, Englisch und Sport und verfasste ihre Thesis über das dialogische Bewegungslernen, die Sokratische Methode im Tanz. Zu ihren politischen Tätigkeiten gehören u.a. Radical Contact, ein Treffen für Körperpolitik und Contact Improvisation (www.radicalcontact.org) sowie Tanz- und Theaterprojekte für sozialen Wandel in Israel/Palästina und mit Flüchtlingen in Süddeutschland. (www.alinican.com)

GiovanniSiragusa

Giovanni Siragusa, geb. 1980 in Caserta, Italien, hat Physik in Neapel und Lecce studiert und kam nach der Promotion 2008 nach Deutschland. An der Uni Würzburg beschäftigt er sich mit Teilchenphysik und forscht im Rahmen des ATLAS Experiments am Large Hadron Collider. Mit zwölf Jahren (oder vielleicht schon früher) entdeckte er zu Hause einen alten Fotoapparat und verliebte sich in die Fotografie. Seitdem hat er nicht mehr aufgehört zu fotografieren. Während seines Studiums in Neapel lernte er Mario Spada kennen, einen Fotografen der Contrasto Agentur, und arbeitet seitdem mit ihm zusammen, zumeist als Hochzeitsfotograf. Giovanni versucht, durch die Fotografie eine einfache und direkte Ansicht der Realität und sozialer Probleme zu zeigen.

Theatergruppe „Die Überlebenden“ Ohne große Worte treten die Menschen in der Theatergruppe „Die Überlebenden“ miteinander in Kontakt, gehen aufeinander zu, überwinden Grenzen, die von außen gesehen manchmal als unüberbrückbar erscheinen. Asylsuchende aus der Würzburger Gemeinschaftsunterkunft und Studierende treffen sich regelmäßig in der KHG, um gemeinsam Theater zu spielen. Die seit 2009 bestehende Theatergruppe gibt Studierenden und Asylsuchenden gleichermaßen die Möglichkeit des Austauschs und der Begegnung. Mensch trifft Mensch. Theater bietet die Möglichkeit, auch abseits der Sprache, die oft ein Hindernis in der Verständigung darstellt, gemeinsam zu improvisieren, zu tanzen und Musik zu machen. Die Aufführungen bieten ein Podium für die Flüchtlinge, ihren Perspektiven und Erfahrungen Ausdruck zu verleihen. Nach dem Schattenspiel „Aus dem Schatten treten“, das 2014 in Würzburg, Wiesbaden und Weimar gezeigt wurde, laufen jetzt die Planungen für ein neues Stück.

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